Stand: 14. 7. 2008

XXV. Jahrestagung 2008

der
Deutsch-Brasilianischen Juristenvereinigung e.V.
vom
13.-16. November 2008 in Köln



Liebe Mitglieder der DBJV,

unsere diesjährige Tagung wird vom 13. bis 16. November 2008 in Köln stattfinden. Ein erster Vorgeschmack auf die kommenden Ereignisse ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung. Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen! Weitere Information folgen im September 2008.


Brennpunkte des Strafrechts in Brasilien und Deutschland


Strafverfolgung und Strafverteidigung finden in Deutschland und Brasilien unter gesellschaftlichen und kriminalpolitischen Bedingungen statt, die unterschiedlicher nicht sein können. Brasilien ist bekanntlich mit einer extremen Gefährdungslage der öffentlichen Sicherheit konfrontiert, die in Deutschland bei weitem nicht gegeben ist. Im Fokus steht die Wirklichkeit von Gewalt im brasilianischen Alltag mit exzessiver Tötungskriminalität, hoher Wirtschaftsdelinquenz, Impunität und Justizversagen. Das brasilianische Strafrecht tritt als rigoroses Sicherheitsstrafrecht in Erscheinung und verfolgt in allen Anwendungsbereichen repressive Ziele. Demgegenüber dominiert im liberalen deutschen System nach wie vor die präventive Orientierung, wenngleich die neue Sicherheitspolitik allem Anschein nach eine gegenläufige Entwicklung eingeleitet hat. Die Zeichen stehen auf Veränderung. Schon sind die Konturen eines umfassenden Gefahrenabwehrstrafrechts sichtbar geworden. Mit dem ganzheitlichen Verbrechensbekämpfungsstrafrecht ist der terroristischen Gewalt, mit abstrakten Gefährdungsdelikten den kriminellen Handlungsformen der Wirtschafts- und Risikogesellschaft der Kampf angesagt. Unverkennbar ist, dass sich die Praxis der Strafverfolgung und der Strafverteidigung auf diese veränderte kriminalpolitische Situation eingestellt und neuartige Strategien entwickelt hat. Unverkennbar aber ist auch, dass die aktuellen Entwicklungen des Strafrechts sowohl in Deutschland als auch in Brasilien mit einschneidenden Verlusten an rechtsstaatlichen Garantien einhergehen.


Referenten aus Brasilien:

Oberbundesanwalt Dr. Eugênio José Guilherme de Aragão (Procuradoria Geral da República, Brasília);
Advogado Dr. Carlos Dias, São Paulo (Justizminister a.D. der República Federativa do Brasil);
N.N. (Superior Tribunal Militar, Brasília).


Referenten aus Deutschland:

Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Dr. Winfried Hassemer, Frankfurt ;
Generalbundesanwältin Professor Monika Harms, Karlsruhe (angefragt);
Rechtsanwalt Prof. Dr. Otto Backes, Bielefeld (angefragt).


(Prof. Dr. Wolf Paul)

 

Brasil - Alemanha [ Homepage ] - [ Vereinigung ] - [ Mitteilungen ] - [ Publikationen ] - [ Tagung ] - [ Mitglieder ] - [ Anwälte ] - [ Links ] Deutschland - Brasilien
Deutsch-Brasilianische Juristenvereinigung e.V., Rissmüllerplatz 1, 49076 Osnabrück, Germany -- © 1999-2018 -- Kontakt